Ernährung als Medizin
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Die Heilwirkung von Kürbis und wie Du ihn zubereitest

Kürbis gesund

Langsam beginnt das Ende des Sommers, die Morgenluft schmeckt nach Melancholie, riecht nach Erde, Spinnweben, süßer Feuchtigkeit. Diese Wochen des Jahres tun immer ein bisschen weh, aber hier in Hamburg piekst es jetzt besonders im Herzen, weil der Sommer gar nicht da war, man fühlt sich betrogen wie ein Kind, das in den Ferien mit gebrochenem Arm im Bett lag. Und jetzt hat er nochmal schön Salz in die Wunde gestreut, sagte doch nochmal kurz Guten Tag und zwinkerte uns mit seiner Schokoladenseite zu. Trieb sich plötzlich schon morgens vor der Tür rum, der Sommer, posierte kokett und zeigte, was uns all die Wochen entgangen ist und wie wundervoll es hätte sein können mit ihm. Alle strömten an den Elbstrand, bestellten Sekt Aperol bis der Mond oben stand und es selbst mit Jacke zu kühl war, saßen in den Cafés, auf den Bürgersteigen und Balkonen.

Ja. So war das diese Woche.

Niemand freut sich also auf den Herbst, deshalb zaubert der langsam seine Asse aus dem Ärmel. Zum Beispiel den Kürbis. Seit ein paar Wochen schon liegt er beim Grünwarenhändler und letzte Woche schleppte ich ihn nach Hause. Kürbis ist mein Lieblingsgemüse, zum einen weil er nicht schmollt, wenn man ihn ein paar Wochen in der Gemüseschale links liegen lässt und zum anderen, weil er zwar offen ist für andere Geschmäcker, aber eigentlich nichts dazu braucht, ein bisschen Zimt vielleicht, Parmesan oder Kokosmilch, Beiwerk lediglich, er ist schon der Star.

kürbis-heilwirkung

Kürbis

Heilwirkung: Warum Kürbis gesund ist

Um die Begeisterung für Mr. Kürbis noch mehr zu entfachen, werfen wir einen Blick in seine famose Nährstoff-Tabelle und schauen, warum Kürbis gesund ist, gegen welche Krankheiten und Beschwerden er hilft. Er ist wirklich ein kleines knalliges Paket mit Superkräften. Ist es nicht toll, was die Natur immer wieder hervorbringt?

  1. Der Kürbis enthält viele Ballaststoffe, sorgt also für eine entspannte Verdauung und ist ein gutes Nahrungsmittel bei Verstopfung.
  2. Mit seinem hohen Folsäure-Gehalt ist der Kürbis gesund und ein super Schwangerschafts-Food.
  3. Er enthält Alpha- und Beta-Carotin, Vitamin C, Mangan und Magnesium (gut fürs Herz), schützt so vor Schlaganfall und senkt den Blutdruck.
  4. Die enthaltenen Polysaccharide schützen vor Entzündungen, außerdem hat der Kürbis eine harntreibende Wirkung, weshalb er v.a. bei Prostata- und Blasenbeschwerden helfen soll.
  5. Aus ayurvedischer Perspektive soll Kürbis auf emotionaler Ebene helfen, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben, sich zu erden, Rastlosigkeit, Zweifel und Ängste fallen zu lassen. Die perfekte Vorbereitung also für den nahenden Winter.

Kürbis gesund zubereiten – zwei einfache Methoden

Es gibt zwei Methoden, wie ich gern Kürbis zubereite:

  1. Im heißen Ofen für etwa 30 Minuten backen, vorher in Salz, Pfeffer, Olivenöl wälzen. Servieren mit getreidiger Beilage, z.B. Grünkern, wunderbar dazu mit seinem nussigen Geschmack oder mit schlichtem Couscous, ein paar grüne Kräuter und einen Klacks Ziegenjoghurt on top.
  2. In einer Pfanne mit Knoblauch und Zwiebel kurz anbraten, dann ablöschen mit Gemüsebrühe und für etwa 20 Minuten mit einem Deckel darauf köcheln lassen, vielleicht gibt’s einen Zweig Rosmarin dazu. Das so entstehende Kürbisragout mit Vollkornnudeln servieren, etwas Parmesan oder einfach so.

Drei weitere interessant klingende Kürbis-Rezepte habe ich aus dem Netz gefischt: Kürbis-Tomaten-Quiche, Kürbis-Pesto oder – mal süß – Kürbis-Nuss-Kuchen.

kürbis-kochen

Kürbis backen

Noch drei kurze Tipps zur Kürbis-Zubereitung

  • Bei den dünnwandigen Sorten lässt sich die Schale leicht mitessen, z.B. Butternusskürbis und auch Hokkaido.
  • Die Kerne kannst Du waschen und für eine Viertelstunde in den Backofen bei etwa 100 Grad schieben, um sie zu trocknen. Nach Belieben Gewürze dazugeben und als gesunden Snack dabei haben.
  • Bio-Kürbisse sind besser, weil die Frucht leicht Gifte aus dem Boden aufnimmt.

So. Geht ihr jetzt los, Kürbis kaufen?

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